Allerlei Strickerei
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    BrigitteR




    Ausgewählter Beitrag

    Was stricke ich im Juni oder Ich glaube, ich brauche ...

    ... einen Stricktreff.
    So einen ganz regelmäßigen Stricktreff in meiner Nähe.
    Einen, der mich irgendwie anspornt, wenigstens einmal in der Woche - oder auch nur alle 14 Tage - mein Strickzeug länger als 20 Minuten in die Hand zu nehmen. Und vielleicht wäre mir das ein Ansporn, auch öfter etwas fertigzustellen .. ich meine was anderes als Socken.

    In diesem Jahr, und das ist auch beinahe schon halb rum, komme ich nicht so richtig in Schwung. Ich stricke nur Kleinkram und das auch noch sehr langsam. Das wundert mich nicht nur, das macht mich auch latent unzufrieden.
    All die wunderbaren Garne in meinem Vorrat, denen ich schöne Projekte zugeordnet habe, all die herrlichen Anleitungen in meinem Regal, die schönen Bücher ... all das bringt mich nicht in Schwung. Selbst die Anmeldung zum Nikolausbazar empfinde ich inzwischen eher als Bedrohung denn als Ansporn ;-)

    Aber wäre ein regelmäßiger Stricktreff das geeignete Mittel für mich alte Sozialphobikerin Solitärstrickerin?
    Stricken ist für mich Entspannung und zur Entspannung gehört für mich auch Ruhe. Ruhe im Sinne von Kommunikationslosigkeit, nicht sprechen müssen, höchstens den Umweltgeräuschen oder dem Hörbuch lauschen oder einem banalen TV Krimi einen gelegentlichen Blick schenken.
    Zudem impliziert ein gemeinsames Hobby nicht Sympathie. Und gezwungene Unterhaltungen über Strickmuster? ... och nö.
    Kommunikation, Gespräche, habe ich den ganzen Tag mehr als genug (leider oft auch der überflüssigen Art). Da rauschen mir am Abend schon mal die Ohren und ich will nicht mehr zuhören müssen. Wenn an so einem Ohrenrauschabend auch noch ein Stricktreff terminiert wäre ... das würde mir keine Freude machen. Ich würde, nähme ich dennoch teil, schweigen und das kommt gern mal leicht muffig rüber. Da würde man mir die Termine der nächsten Treffen wahrscheinlich schon bald verschweigen ;-))
    Also brauche ich wohl doch keinen regelmäßigen Stricktreff.

    Aber wie kommt meine Strickleidenschaft wieder in Schwung?
    Abwarten und Bücher lesen?
    Im Hagenbuch'schen Sinne auf einen Punkt starren? - manchmal eine ganz angenehme Vorstellung. *gacker*

    Oder komme ich wirklich weiter, wenn ich mir die Monatsanfangsfrage stelle "Was stricke ich im Juni?"
    Vermutlich wird mich das auch nicht nennenswert anspornen. Das hat ja schließlich in den vergangenen Monaten auch nicht funktioniert.
    Eine halbwegs realistische Planung gelingt mir doch nur, wenn ich auch tatsächlich stricke und das tue ich in den letzten Wochen nicht so gerne ...

    Also doch Hagenbuch?

    Täglich täglich
    Unbeweglich
    Regungslos und nichts im Sinn
    Endlich endlich
    Unverständlich
    Mündlich stündlich
    Unergründlich
    Unbeweglich wie ich bin
    Täglich täglich
    Unbeweglich
    Mündlich stündlich
    Unergründlich
    Unverständlich her und hin
    Unbeweglich wie ich bin

    Hanns Dieter Hüsch
    Hagenbuch

    Ich bleibe am Ball (Selbstmotivation der eher halbherzigen Art) und vollende erst mal das aktuelle Paar Swing Socken. Schließlich ist bald unser Hochzeitstag und da schenke ich meinem Mann halt ein Paar Socken.
    Das nenne ich eine überschaubare Planung ;-)

    Ich wünsche euch einen schönen und mir einen produktiven Juni.

    Brigitte 01.06.2012, 08.30

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    Kommentare zu diesem Beitrag

    8. von Lena

    Ich finde Stricktreffen müssen auch ganz besonders sein, dass ich sie wirklich mag und dabei auch zum Stricken komme. Ich könnte niemals mich mit 5 Damen treffen und dabei hin- und herquatschen. Da würde ich keine einzige Masche stricken. Am besten finde ich die Variante, sich mit einer guten Freundin zu treffen, am Anfang wird ein bisschen gelabert und dann sitzt man nebeneinander und spricht nur ab und zu - keine Romane oder Dramen. Wenn Reden, dann auch gern nur über das aktuelle Projekt und kleinere Träumerein vom nächsten. Mehr muss es wirklich nicht sein. Und umso regelmäßiger solche treffe, desto angenehmer finde ich es, weil alles wichtige vorher gesprochen wurde und man sich dann wirklich die Zeit für ein paar Maschen nimmt. In meiner Studienzeit habe ich das viel mit einer bestimmten Strickfreundin gemacht. Mittlerweile ist es leider nicht mehr umsetzbar, aber es fehlt mir sehr.
    Vielleicht wäre eine kleine Strickrunde ja auch eine Allternative für dich :)

    Und vielleicht klappt es dann auch wieder mit größeren Projekten. Ich weiß nur zu gut, wie unzufrieden Kleinkram machen kann...

    Liebe Grüße und die besten Strickwünsche für den Juni,
    Lena

    vom 05.06.2012, 21.58
    7. von GEF

    Ach mach dir nichts draus, es ist gleich Sommer, da wird doch mehr im Freien getan.

    Mir geht es gerade genau anders herum, ich würde gerne was Neues anfangen, aber ich hab keine Idee. Ich hab viel Wolle - allerdings ist das viel Material, was man nicht unbedingt auf der Haut tragen möchte.

    Also ziehe ich mir einen Pulli an und gehe in den Garten - Unkraut zupfen. Muss ja auch einer machen.

    vom 02.06.2012, 11.09
    6. von Sockentrolli

    Irgendwie sprichst Du mir derzeit aus der Seele. Es ist in den letzten Jahren selten vorgekommen, dass ich an irgend einem Tag mein Strickzeug nicht angerührt hätte. In den vergangenen Wochen kam dies schon öfters vor.

    Ganz zu schweigen von größeren Projekten, die die gesamte Konzentration erfordern.

    Ich glaube, es bringt nichts, wenn Du Dir am Anfang des Monats Strickaufgaben vornimmst. Vielleicht ist es besser, eine kreative Pause zu machen und sich mit reizvolleren Dingen zu beschäftigen, als mit Garn und Nadeln. Irgendwann wechseln die Interessen auch wieder.

    (Ich glaube, ich muss meine kleinen Piekser nun endlich mal pikieren und dann wird das wieder nichts mit Stricken...)

    In diesem Sinne, das Leben ist auch (kurzzeitig) ohne Stricknadeln toll,

    Antje :schaf:

    vom 02.06.2012, 10.00
    5. von Bea

    Mach doch einfach mal was ganz anderes.
    Die Stricklust kommt schon wieder.
    Das ist doch unser Hobby. Wozu was erzwingen. Wenns grad nicht läuft - gut, ist halt grad so.
    Und dann überkommts dich wieder.

    Übrigens kann so ein Stricktreffen durchaus die Stricklust anfachen. Alleine deshalb, weil die anderen sooo tolle Sachen machen.
    Weil man viel sieht. Sachen, die die anderen gerade machen.
    Gestrickt wird aber bei so nem Stricktreffen eher wenig. Ich meine, es strickt schon jeder. Aber kaum einer ist ein großes Stück weitergekommen nach dem Abend.

    Ich hab mir übrigens grade Beton bestellt. Ich will auch mal was anderes machen. Ich dachte an Figuren für den Garten :-)

    Grüßle, die Bea


    vom 02.06.2012, 08.20
    4. von sibille

    hmmh, ich glaube, du liegst mit deiner einschätzung bzgl. der produktivität bei stricktreffen (egal ob regelmässig oder nicht) ziemlich richtig. quatschen, bei anderen schauen, trinken, vielleicht noch ne kleinigkeit essen und *schwups* ist die zeit rum. und wenn du als phobikerin erst das fremdeln ablegen musst ...

    verbiete dir doch einfach mal für eine bestimmte zeit das stricken. sagen wir mal 2 wochen und erlaube dir keine klitzkleine masche, auch nicht ausnahmsweise. ich glaube dann könnte das "verlangen" sehr schnell wiederkommen ...

    viele grüsse sibille

    vom 01.06.2012, 19.22
    3. von Andrea Stock

    Lesen hilft ;-)) Spätestens nach dem dritten Buch fehlt Dir die Stricknadel in der Hand. Und nach so viel schönen Sachen, die Du in den letzten Jahren gestrickt hast, ist es kein Wunder, dass dazwischen mal eine Phase kommt, in der Du nicht so viel strickst.

    Ansonsten kann ich Deine Aussage, dass Stricken Entspannung ist und dazu Ruhe gehört, einfach nur unterstreichen.

    Liebe Grüße aus dem Sauerland

    Andrea :schaf:

    vom 01.06.2012, 19.09
    2. von Antje

    Liebe Brigitte, ich finde nicht, dass du wenig strickst. Ich staune immer, dass du schon wieder so ein tolles Sockenpaar fertig hast. Ich bin immer dann so unzufrieden, wenn ich nur für andere stricke und nichts für mich selbst, egal ob ich nun für Bekannte oder Unbekannte stricke und ob es mehr oder weniger Spaß macht. Am Ende hat man nichts in den Händen und deshalb ist man unzufrieden. Also fang´ einfach was für dich selbst an!

    Viele Grüße
    Antje

    vom 01.06.2012, 12.42
    1. von Andrea D.

    Bei mir ist Strickpodcast-Hören ein gutes Mittel um 30-60 Minuten am Stück sitzen bleiben und gemütlich stricken zu können. Mittlerweile gibt auch einige deutsche wie Die Urbane Spinnstube, Handgemacht, Zwillingsnadel u.a..

    Wenn alles nicht hilft, dann stellt sich die Frage "Warum?". Vielleicht ist dir momentan Anderes wichtiger. Und außerdem MUSS man ja nicht ständig stricken, oder?

    LG Andrea

    vom 01.06.2012, 12.14