Allerlei Strickerei
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    BrigitteR




    Ausgewählter Beitrag

    und dann war da noch ...

    ... dieses Wollknäuel.



    Vor vielen Monaten gekauft (da hab' ich noch längere Haare ... ich glaube, ich lasse sie wieder wachsen), lag es in meinem Wollkorb und da lag es irgendwie im Weg.
    Viel zu groß, keine besonders verlockende Qualität ... das wirft die Frag auf, warum ich es überhaupt gekauft habe.
    Farbe? Größe? Kaufrausch?
    Egal. Es ist da und es muss weg.

    Nach einigem Suchen fand ich eine Anleitung, die mir für dieses Knäuel wie gemacht schien. Ein Jäckchen mit dem Namen 'Flaum'. Da passt schon der Name zum Knäuel und ich kann einfach stricken, bis das Knäuel verbraucht ist und mir dabei immer wieder versprechen, das ich nie, nie wieder solche wahnwitzig großen Knäuel kaufen werde.



    Ich stricke mit recht dicken Nadeln im einfachen 1re 1li Rippenmuster und nach dem Abteilen der Ärmelmaschen geht es weiter im Fishermen's Rib.

    Fishermen's Rib ist eigentlich nur eine andere Bezeichnung für Patentmuster oder Brioche, wie man heute sagt.
    Brioche?! Was hat Hefegebäck mit Stricken zu tun? Weiß das jemand?
    In einigen Foren wird jedoch hartnäckig ein Unterschied zwischen Fishermen's Rib und Brioche Knitting beschworen, was mich dazu bewog, es auszuprobieren.

    Beim Fischermen's Rib strickt man 1 recht und 1 linke Masche im Wechsel, dabei wird die rechte Masche aus der vorherigen Reihe abgestrickt, was die rechte Masche, die sich auf der Nadel befindet, wie einen Umschlag um die Masche aus der vorherigen Reihe legt. Die linke Masche wird einfach links abgestrickt. Das macht man in der Hin- und in der Rückreihe.

    Beim Patentmuster/Brioche Knitting wird die linke Masche zusammen mit einem Umschlag abgehoben, die rechte Masche mit dem Umschlag aus der vorherigen Reihe zusammen gestrickt. Auch das macht man in der Hin- und Rückreihe.
    Gleiches Ergebnis, andere Vorgehensweise.

    Hier mein Testergebnis:


    Ich habe extra sehr glattes Garn genommen, 8fädige Sockenwolle, damit man die Maschen gut erkennen kann.
    Unterhalb der glatt rechts gestrickten Maschen habe ich Brioche gestrickt, also Umschläge gemacht.
    Oberhalb des glatt rechts gestrickten Streifens habe ich die rechten Maschen tiefer eingestochen.

    Fazit:
    Einen kleinen Unterschied kann man schon sehen. Die tiefer eingestochenen Maschen sind deutlich lockerer, voluminöser, was wahrscheinlich daran liegt, das bei der einmal gestrickten Maschen etwas mehr Garn zur verfügung steht, als bei der abgehobenen Masche. Wenn man das Teststück anfasst, fühlt man gut, dass es lockerer ist, als das Patentmuster mit Umschlag und abgehobener Masche.

    Es bleibt der Vorliebe überlassen. Ich würde das etwas festere Patentmuster vorziehen, da das erfahrungsgemäß schon recht dehnbar ist und, je nach verwendetem Garn, leicht die Form verliert. Außerdem geht es mir leichter von der Hand als diese tiefer gestochenen rechten Maschen.

    Das Flaum Jäckchen stricke ich nun doch mit tiefer gestochenen rechten Maschen. Ich hab' es anders probiert aber das hat mir den Nerv geraubt .... fusseliges Zeug.

    Brigitte 13.05.2016, 09.47

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