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    BrigitteR


    Ausgewählter Beitrag

    let's talk about S...

    ... ne, nicht das Wort mit X ;-)

    Let's talk about Stricknadeln!

    Über Stricknadeln habe ich gelegentlich schon geschrieben, z.B. als ich mir ein Nadelset von Knitpro gekauft habe, als ich eine Holznadel mit gespaltener Spitze in einem neuen Nadelspiel fand oder als ich meine Lace Nadeln wiederentdeckt und mich sehr darüber gefreut habe.

    Ja, wenn man strickt, gehören Stricknadeln zum Alltag und je länger man strickt, desto mehr Erfahrungen macht man damit.
    Ich stricke schon lange, habe mit 16 Jahren das Stricken von Mutter und Großmutter gelernt. Lange, starre Nadeln waren damals mein Werkzeug. Die waren halt da und ich kam damit zurecht.
    Bald schon bevorzugte ich Rundstricknadeln oder diese sogenannten Jackennadeln, sowas wie halbe Rundstricknadeln.
    Immer waren sie aus Metall, diese grauen, anfangs total stunpfeln Nadeln mit immer starren Seilen, die man erst mal unter heißem Wasser in Form ziehen musste. Für Socken gab es Nadelspiele ... und Punkt!

    Später stricke ich mit Holz- und Bambusnadeln, probierte extra spitze Nadeln aus und konnte auch den auswechselbaren Nadelspitzen nicht widerstehen.

    Inzwischen habe ich mein Nadelset schon fast 10 Jahre und der Kleber in den Nadelhülsen ist wahrscheinlich alt geworden, sodass die Nadeln locker in den Hülsen sitzen und beim Stricken manchmal rausfallen. Ich habe fast alle schon einmal geklebt und diverse gebrochene Nadelseile ersetzt. Trotzdem stricke ich immer noch gerne damit.
    Ich besitze viele Metallnadeln, damit stricke ich am liebsten, am schnellsten und besonders gleichmäßig.
    Von Nadelspielen aus Holz bin ich ganz abgerückt. Mir sind zu viele zerbrochen und da ich Nadelspiele fast ausschließlich zum Sockenstricken nutze und die dünnen Holznadeln mir zu weich und biegsam sind, verzichte ich darauf.

    Heute ist das Angebot an Stricknadeln groß und ständig kommt Neues dazu. Und ich probiere sowas gerne aus :-)
    Nicht immer schaffen es die Neuen, mich alte Strickerin zu überzeugen aber ich gebe ihnen fast immer eine Chance.

    Nadel Nr. 1

    Da gibt es diesen große Kurzwarenhersteller, der seine Innovation allein damit begründet, dass Stricknadeln seit 1200 Jahren in nahezu unveränderter Form genutzt werden. "Wie im Mittelalter", was scheinbar nicht gut ist.
    Wenn sich irgendetwas, trotz jahrhundertelanger Nutzung, nicht verändert, scheint das einen Grund zu haben, wäre meine spontane Argumentation. Doch wer hört da schon auf mich?
    Diese Innovation will also von mir getestet werden, dachte ich mir und kauft mir ein Exemplar in Nadelstärke 4,5 mm als Rundstricknadel. Ja, ich kaufte sie. Ich ließ mir keine Nadel zum Testen zuschicken, wie es oft gemacht wird. Ich will ausprobieren und dann auch sagen dürfen, was mir nicht gefällt.


    Sie sehen ein bißchen aus, wie langgezogene Kegel (also die Kegel, die man mit einer Kugel treffen und zu Fall bringen will), sind vorne rund, werden nach hinten dreieckig und haben einen weichen Übergang zum Stahlseil.



    Das Stahlseil ist dann auch das Highlight der Nadel und ich würde mir wünschen, dass manch andere Nadel ein so flexibles, weiches und doch robustes Seil hat. Die Nadeln sind komplett aus Kunststoff, wovon die dunklen Teile sehr weich sind und mir am Übergang zum Seil viel zu weich. Das mag zwar Grip haben, aber wozu brauche ich Grip, wenn zwischen Fingern und Nadel meistens Wolle ist.
    Kunststoffnadeln haben es schwer bei mir und die neue Form leuchtet mir absolut nicht ein. Damit meine ich nicht die dreieckige Form der Nadel, die ist mir ziemlich wurscht, sondern ihren kegelförmigen Kopf ... Spitze kann man das kaum nennen. Warum macht man eine Nadelspitze dicker? Angeblich, so bewundern viele Testerinnen auf einem Werbevideo des Herstellers die Nadel, kann man damit die Wolle besser greifen. Hm ... ich nicht. Ich kann das besser mit einer mittelalterlichen Spitze, was an meinem Alter liegen mag ;-)
    Als Testgarn habe ich eine robuste, reine Schurwolle gewählt, die nicht gut mit dem Kunststoff korrespondiert. Über den weichen Kunststoffteil rutscht das nicht gut und der Übergang zwischen dem hellen und dem dunklen Teil der Nadel ist eine Stolperfalle. Wenn man mit den Fingern darüberfährt, merkt man deutlich die kleine aber störende Kante.
    Dafür ist der Übergang zum Seil wieder klasse ... und überhaupt ... das Seil ... toll!
    Mein Fazit: den Kunststoffteil würde ich durch eine schöne, spitze, glatte Metallnadel (meinetwegen auch Holz) ersetzen aber das Seil würde ich auf jeden Fall behalten! Ich bin sonst nicht so der Mittelalter Fan ... Hygienemangel, Hungersnot, Hexenverbrennung .. aber wenn spitze Nadeln mittelalterlich sind, muss ich das wohl noch einmal überdenken.

    Nadel Nr. 2

    Drehbares 360° Nadelseil stand auf einem Aufkleber der Verpackung. Ich brauchte sowieso eine 5er Nadel, weshalb ich zu dieser gegriffen habe. So ein Seil, dass sich nicht verdreht ist wirklich herrlich, wenn man sowas wie Entrelac strickt und das Strickzeug alle paar Maschen wenden muss. Genau an einem solchen Teil habe ich die Nadel getestet.
    Dunkle Holznadeln mit einer  "perfekt geformten Nadelspitze", dem Silvertip. Sie sehen hübsch aus, man fühlt keine Stolperfallen und das Seil dreht sich wirklich perfekt im Nadelschaft. Ich habe sehr gerne mit der Nadel gestrickt, bis die Beschichtung einer Spitze einen Riss bekam und ich plötzlich kleine, silbrige Splitterchen in den Händen hatte. Zuerst habe ich das gar nicht zuordnen können und hatte meine Ohrringe in Verdacht. Aber dann bildeten sich scharfe Kanten an der Nadelspitze und die äußerste Spitze ist einfach abgefallen, das ist das kleine Ding auf dem Bild :-((


    Tja. Kein preiswertes Vergnügen, keinen Kassenzettel mehr und damit keine Chance, die Nadel, die ja sowieso generell vom Umtausch ausgeschlossen ist, umzutauschen.
    Möglicherweise ist das ein bedauerlicher Einzelfall ... aber wieso passieren immer mir die bedauerlichen Einzelfälle ???
    Wäre das nicht passiert, ich hätte ich Nadel vorbehaltlos weiter empfohlen.
    Mein Fazit: das Material, Holz mir Metallspitze, gefällt mir gut. Das 360° drehbare Seil ist praktisch. Leider kann ich die Verarbeitung nicht anpreisen. Schade!

    Nadel Nr. 3

    Diese Nadel habe ich schon mit großen Vorbehalten getestet.
    Einer Sockenstrickerin mit eindeutiger Affinität zum Nadelspiel eine Rundstricknadel schmackhaft machen zu wollen, das ist nicht leicht. Ich stricke Socken nie auf Rundstricknadeln. Magic Loop oder gar zwei Socken auf einer Rundstricknadel ... das sind für mich keine Erleichterungen sondern ich empfinde das als unnötig umständlich ... so wie andere Strickerinnen das Stricken mit dem Nadelspiel unerhört umständlich finden.
    Diese Rundstricknadel ist 25 cm kurz und hat zwei unterschiedlich kurze Nadelspitzen.


    Ich finde schon das Stricken mit 40 cm langen Rundstricknadeln nicht angenehm und greife, sollte es nicht anders gehen, lieber zu zwei 60er Rundstricknadeln um z.B. Ärmel in Runden zu stricken.
    Trotz all dieser Vorbehalte habe ich sie getestet. Auch diese Nadel habe ich gekauft.
    Für Socken in meiner Größe schlage ich 64 Maschen an. Ich stricke fest und hatte schon Probleme die Maschen auf der Nadel so zu verteilen, dass ich sie zur Runde schließen konnte. Dazu ist sie etwas zu lang und ich schiebe dauernd einzelen Maschen vor mir her.
    Kann wirklich jemand damit Socken stricken. Socken vom Bündchen über das Bein, die Ferse, den Fuß bis zur Spitze oder auch umgekehrt?
    Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstelle und selbst die diversen Videos, die man findet, zeigen eher, wie umständlich es ist, auch wenn die gesprochenen Kommentare das Gegenteil sagen.
    Einfach in Runden das Bündchen und Bein zu stricken ginge ja noch ... unkomfortabel aber ja. Aber die Ferse ... nein! Dazu muss man bestimmt die Nadel wechseln oder eine Ferse stricken, die man sonst nicht strickt. Das gleiche gilt wohl für die Spitze, bei der die Maschenzahl ja stetig geringer wird. Für einen Magic Loop ist die Nadel zu kurz und wegen der Minispitzen ist sie einfach unhandlich. Für mich ein Sockenwitz.
    Mein Fazit: es geht nichts über meine Nadelspiele :-))

    Womit strickt ihr am liebsten?
    Gibt es die perfekte Nadel?

    Brigitte 09.05.2017, 22.40

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    Kommentare zu diesem Beitrag

    6. von Nadelmaid

    Hallo!

    Fürs Socken stricken mag ich am liebsten die ganz stinknormalen Alunadeln, 15 cm. Ich hab Cubics, Knit Pro, Carbonz. Aber ich komme immer wieder auf die Alunadeln zurück. Bei Baumwollanteil gebe ich den Holznadeln allerdings den Vorzug, weil ich Schwitzehände habe.
    Ansonsten 80 cm Alu-Rundstricknadeln und ja, aus dem Supermarkt. Oder eben die blanken Nadeln mit dem Goldseil.
    Ich stricke nicht so viel, als das sich ein Nadelset mit austauschbaren Seilen lohnen würde.
    Bambus mag ich gar nicht. Zu flexibel. Ich halte sie krampfhaft fest. Kein entspanntes Stricken möglich.
    Manchmal wechsle ich auch während des Strickens. Weil... Naja, eben weil.
    Neues probiere ich auch mal aus (siehe Carbonz), aber meistens komme ich wieder auf das altbewährte Material zurück.

    vom 12.05.2017, 21.00
    5. von Caroline Prange

    Da hast du ja die neuesten Innovationen zusammengefasst und getestet! Super! Deine Nadel Nummer 1 hatte ich auf der h+h in der Hand und als Nadelspiel und Jackennadel hab ich sie zu Hause. Man war so nett, sie mir zum Test zur Verfügung zu stellen (anderenfalls wäre ich irgendwann Pleite :-D). Ich hoffe, dass der Bericht auf meinem Blog trotzdem ehrlich und schonungslos ist. Ich bin von den Nadeln ganz angetan und hoffe auf den Ausbau dieser Linie. Nadelsets mit wechselbaren Spitzen und Nadeln in 15mm Länge wären toll. Von den mitdrehenden Seilen habe ich schon viel gehört, sie haben mich aber noch nicht zum Testen angeregt. Ich sehe für mich persönlich einfach so gar keinen Nutzen darin. Wenn du solche Ausfälle bei Nadeln hast, solltest du dich – auch wenn du keinen Bon mehr hast – immer an den Hersteller wenden. Sowas sollte wirklich nicht passieren. Das Sockenwunder habe ich auch schon getestet und auf meinem Blog ein paar Tipps dazu abgegeben. Ich muss da eine besondere Haltung anwenden, sonst kann ich damit gar nicht Stricken. Ich bin Lockerstrickerin und stricke mit dem SW noch lockerer. Deshalb habe ich nun auch schon eins in 2.0mm hier, um normale sockenwolle verstricken zu können. Für glatte Muster und Ärmel scheint es ok zu sein, wenn man aber krasse Muster mag – wie ich – dann ist es viel friemeliger als einfach ein Nadelspiel zu benutzen.

    vom 11.05.2017, 16.00
    4. von Andrea Stock

    Liebe Brigitte,
    ich stricke einige Sockenpaare pro Jahr und zwar nur auf den Holz- oder Metallnadelspielen )gebrochen sind mir Nadeln bisher nur durch's Draufsetzen...) Lacetücher stricke ich am, liebsten mit den Lace-Nadeln aus dem Nachbarort Altena ;-)
    Liebe Grüße
    Andrea

    :schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf:

    vom 10.05.2017, 22.19
    3. von Angelika

    Hallo Brigitte,
    wenn ich (ganz selten mal) Socken stricke, nehme ich ein Nadelspiel aus Rosenholz oder KnitPro aus Holz. Die Sockenrundnadel habe ich bei meiner Freundin gesehen und für seltsam und unhandlich/unnötig befunden. Für alles andere schwöre ich auf Rundnadeln aus Metall von Chiaogoo. Ich habe das kleine Set weil ich fast nie mit dicken Nadeln stricke. Die kann man aber bei Bedarf auch einzeln nachkaufen. Die Nadeln sind schön spitz, glatt und die Übergänge zu den Seilen kaum zu spüren. Die Seile sind schön dünn und können auch über längere Zeit im Strickkorb liegen ohne dauerhafte Knicke zu bekommen.
    Liebe Grüße
    Angelika

    vom 10.05.2017, 19.22
    2. von Wollkistchen - Kristin

    Ich habe auch schon verschiedene Nadeln in unterschiedlichen Variationen getestet und komme bei Nadelspielen zum Sockenstricken immer wieder auf die Metallnadeln zurück. Bei dickeren Socken nehme ich die Knitpro-Nadelspiele, weil die Metallnadeln da häufig zu schwer sind und einfach aus dem Gestrick rutschen.
    Bei Rundstricknadeln greife ich meist auch zu den Metallnadeln, bei meiner Strickweise rutschen die Maschen damit einfach am besten. Das mit dem Übergang von Nadel auf Seil ist tatsächlich die größte Schwachstelle beim Stricken - und wird proportional größer je dicker die Stricknadeln sind.
    Ich denke, ich habe die für mich besten Möglichkeiten gefunden und probiere jetzt nur noch wenig aus. Ich sehe das wie Du, was jahrelang bewährt ist, muss nicht schlecht sein. Und an so manchen Stellen geht es schlicht nur ums Geldverdienen - gute Nadeln halten eben auch lange.
    Hab noch einen schönen Tag.
    Schöne Grüße
    Kristin

    vom 10.05.2017, 08.34
    1. von Bine

    Ich habe als Sockennadeln mal Hiahia ausprobiert und die mag ich wirklich gerne. Die sind "nichts Besonderes" aber laufen (in Metall) unglaublich gut. Ich glaube ich werde da die Rundstricknadeln mal testen....

    Lieber Gruß

    Bine

    vom 10.05.2017, 08.20