Allerlei Strickerei
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    BrigitteR




    Ausgewählter Beitrag

    die verstrickte Dienstagsfrage

    Besitzst Du "historisches" Handarbeitszubehör,  z. B. alte Strick- oder Häkelnadeln, Anleitungshefte, Klöppelkissen, Stopfeier oder ähnliches?
    Wie kam es in Deinen Besitz?
    Verwendest Du es noch, oder bewahrst Du es z. B. nur aus "sentimentalen" Gründen auf?

    Ich besitze zwei historische Handarbeitsbücher, 1934 erschienen, die ich mal zum Geburtstag bekommen habe. Die beiden Bücher behandeln nicht nur das Stricken. Häkeln wird sehr ausführlich beschrieben. Dem Sticken, Knüpfen und Weben werden auch eigene, ausführlichen Kapitel gewidmet.



    Beim Durchblättern findet man vieles, was heute im Internet mitunter einen Hype auslöst. So ist mir gleich beim ersten Durchblättern dieses Muster eufgefallen, das in nur leicht veränderter Form die, auch von mir viel gestrickten, Pomatomus Socken schmückt.



    Vor einigen Jahren fand ich ein paar handschriftliche Strickmuster und ein paar Anleitungsbögen meiner Großmutter gefunden.



    Meine Großmutter hat nach dem Krieg Spitzendeckchen in Heimarbeit hergestellt. Da sie nur selten Geld übrig hatte, um sich Anleitungsbögen zu kaufen, wurden die Muster handschriftlich in ein Schulheft übertragen.
    Manchen Eintragungen stammen von meiner Mutter, die die Symbole in lateinischer Schrift erklärt hat, während die Ausführungen meiner Großmutter in Sütterlin geschrieben sind. Da die Anleitungen verständlicherweise ohne Bild des gestrickten Deckchens auskommen müssen, habe ich ein Deckchen nachgestrckt. Es war recht spannend, die Entstehung des Musters zu sehen.



    Gemeinsam mit meiner Mutter habe ich versucht, die Symbole zu deuten, die nicht immer erklärt wurden. Meine Oma war halt ein Profi und brauchte keine Erläuterungen zu manchen Symbolen.

    Diese Bögen bewahre ich gut geschütz auf. Eine Mischung aus Sentimentalität und praktischem Nutzen ist sicher der Grund dafür. Ab und zu stricke ich solche Spitzendeckchen gerne, auch wenn ich sie nicht auf den Tisch legen würde. Esist einfach nicht mein Stil.

    es fragte das Wollschaf

    Brigitte 19.04.2011, 10.37

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    Kommentare zu diesem Beitrag

    1. von Bea

    So gehts mir mit den Spitzendeckchen auch - sie passen nicht in die Wohnung, machen aber sehr viel Spaß zu stricken.
    Wenn du eins der Muster Deiner Oma trotzdem verwertbar umsetzen möchtest, dann kannst du ein Stück Mitte weglassen, einen Mustersatz weglassen und schon hast du den Yoke für einen Pullover :-)

    Hab ich vor vielen Jahren mal gemacht. Den Pulli gibts nicht mehr, ich kann kein Foto davon machen. Aber er hat damals viele Bewunderer gefunden, auch unter Nichtstrickern. Und ich hab ihn viele Jahre getragen, so in den 80ern. Muss mal in den alten Fotoalben gucken, vielleicht ist er auf einem alten Foto drauf.

    Grüßle, die Bea

    vom 24.04.2011, 08.43