Allerlei Strickerei
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    BrigitteR


    Blogeinträge (Tag-sortiert)

    Tag: Tasche

    Geheimnis gelüftet

    Das im Mai begonnene Geheimprojekt ist gestern verschenkt worden und ich kann nun die Bilder zeigen und meinen kleinen Bericht dazu schreiben.

    Ich habe den Spinnbeutel von Bea Zäch gestrickt.
    Ein Mitglied unserer Spinngruppe hat geheiratet und was liegt da näher, als etwas zu verschenken, dass mit dem Hobby zu tun hat.

    Den Beutel habe ich aus handgesponnener Wolle verstrickt, die schon länger in meinem Vorrat lag. Zwei unterschiedliche Fasern. Die helle Wolle ist heimisches Fuchsschaf, die dunkle Wolle ist Merinowolle. Da von Anfang an geplant war, den Beutel nach dem Stricken zu filzen, hätte ich wohl besser einheitliches Material verwenden sollen, zumal man den Filzvorgang in der Waschmaschine nicht sehr beeinflussen kann.

    Die Anleitung ist gut geschrieben und lässt keine Fragen offen. Wenn man mit mehreren Farben stricken kann und weiß, wie man die Spannfäden beim Stricken einwebt, kann man auch diesen Beutel stricken.
    Ich habe beim Stricken öfter mal in mich hineingegrummelt, weil die beiden Fäden sich beim Stricken schon derart ineinander verhakt haben, dass ein flüssiges Stricken nicht möglich war. Das liegt aber am Material oder an meiner Technik - oder an beidem ;-) und nicht etwa an der Anleitung.
    Es war eine kleine Geduldsübung und da der Satz "Geduld ist eine Übung." einer meiner Lieblingssätze ist, habe ich ihn wie ein Mantra immer wieder leise gemurmelt, wobei ich aufpassen musste, mich nicht zu verzählen.
    Hat geklappt :-))

    So sah der fertige Beutel vor dem Filzen aus, einmal rundherum fotografiert.
    Mit einer Höhe von 50 cm und dem stattlichen Umfang von 100 cm ist er sehr groß geworden.


    Macht aber nix, sollte ja noch gefilzt werden. Und das wurde er.
    Selbstverständlich hatte ich zuvor ein Probeläppchen gestrickt und in der Waschmaschine gefilzt. Doch, was soll ich sagen, das Probeläppchen ist ganz anders verfilzt als der Beutel. Es ist deutlich weniger geschrumpft.
    Als der Beutel den Waschgang hinter sich hatte, stand ich mit ziemlich verdattertem Gesicht davor und war ratlos. Er sah anders aus, als ich mir das vorgestellt hatte, deutlich anders!
    Sicher lag es wieder an meiner Materialwahl. Merinowolle filzt anders als Fuchsschaf ... tja.
    Außerdem war das Ganze extrem verfusselt.
    Ehrlich, ich war richtig sauer auf mich selbst. Sauer wegen meines Übermutes den Beutel einfach der Waschmaschine zu überlassen und meines Unvermögens, die unterschiedlichen Eigenschaften der Fasern zu berücksichtigen und ich war kurz davor, das Teil resigniert in die Tonne zu kloppen, wie man hier im Rheinland sagt.
    Wenn es nicht eine solche Geduldsübung gewesen wäre, hätte ich wohl so oder so ähnlich reagiert. Aber ich musste ja noch den langen Tragegriff stricken und wollte dem Beutel noch eine Chance geben.
    Also habe ich ihn erst mal ausgestopft und in Sichtweite zu meinem bevorzugten Strickplatz aufgestellt.
    So hatte ich ihn immer wieder vor Augen und habe im Laufe der Tage und mit zunehmendem Abstand zu meinem Filzschock, immer mehr Gefallen an dem Beutel gefunden.
    Nur die Fussel .... schrecklich!
    Da ich nicht zimperlich im Beseitigen von ungewünschten Effekten bin, habe ich den Beutel kurzentschlossen rasiert. Mein Fusselrasierer (fluff razor *gg*) vom Kaffeeröster hat mir gute Dienste geleistet und nach der Rasur gefiel der Beutel mir besser.

    Nachdem auch der Tragegriff fertig, gefilz und selbstverständlich anschließend auch rasiert war, war ich durchschnittlich zufrieden mit dem Beutel.
    Gestern haben wir ihn mit Spinnfasern befüllt und verschenkt.
    Die Beschenkte hat sich gefreut und ich wurde, nachdem ich meine Bedenken bezüglich des Endergebnisses äußerte, ermahnt, weniger kritisch mit mir selbst zu sein.
    Neben der Geduld eine weitere Übung ...

    Und hier ist nun der fertige Beutel, mit dem ich inzwischen meinen Frieden gemacht habe ;-))
    Nach dem Filzen ist der Beutel 38 cm hoch und hat 64 cm Umfang.


    Modell
    Spinnbeutel vom Bea Zäch

    Material
    Fuchsschaf und Merinowoll
    handgesponnen

    ein Geschenk

    Brigitte 24.06.2014, 10.35 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

    zufriedenstellendes Ergebnis

    Ich habe einen Tasche gefilzt und zum ersten Mal gefällt mir das Ergebnis auch nach dem Filzen noch.
    Zunächst stand der Gedanke der Resteverwertung im Vordergrund doch dann stellte sich ein kleiner Ehrgeiz ein, dieses Mal eine Tasche herzustellen, die mir wenigstens soweit gefällt, dass ich sie auch außerhalb des Hauses tragen und etwas anderes als Strickzeug darin aufbewahren kann und werde.
    Sie ist nicht perfekt - sicher nicht - aber sie ist ganz ok.
    Der Testlappen, den ich vor 4 Jahren gestrickt habe, hat mir bei der Berechnung der Größe gute Dienste erwiesen. Die Tasche ist etwa 30% in der Höhe und 15% in der Breite geschrumpft, genau wie das Teststück.
    Der Riemen ist nicht ganz so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe - er hat sich beinahe zu einer Wurst gefilzt und ich habe ihn mit Mühe und dem Bügeleisen halbwegs auseinander gezerrt. Aber so ganz überzeugend ist er noch nicht.
    Aber, was soll's, ich bin durchschnittlich zufrieden und werde die Tasche auf jeden Fall mit zur Arbeit nehmen, wenn sie schon für den großen Abendauftritt nicht reicht ;-)

    vorher


    und nachher


    Brigitte 27.12.2011, 16.15 | (0/0) Kommentare | PL

    fertig

    Schon etwas länger ist dieses winterliche Ensemble fertig und heute wird es die Besitzerin wechseln.

    Wie bin ich auf die Idee gekommen, eine solche Tasche zu stricken? Ich wollte das schon lange mal versuchen, schrecke aber eigentlich fast immer vor dem unvermeindlichen Füttern zurück. Dieses Mal habe ich, getreu dem Motto "Augen zu und durch!", einfach einen Taschenbügel gekauft und losgestrickt. Nach einigem Stöbern bei ravelry fand ich ausreichend Anregungen, wie so eine Tasche aussehen könnte und das rustikale Garn war sowieso noch voranden.
    Gestrickt war das Teil schnell. Dann kam der Teil mit dem Füttern .... mpf

    Also habe ich Stoff gekauft, die Nähmaschine entstaubt, den Stoff irgendiwe zugeschnitten und zusammengenäht (sogar versäubert!) und dann das Ganze von Hand in den Bügel genäht. Obwohl meine Nähkünste nur rudimentär ausgeprägt sind und ich immer nach der Vorgabe "Notfalls wird getackert!" verfahre, war das Tackern in diesem Falle tatsächlich überflüssig und ich bin mit der Fütterung recht zufrieden.

    Ok, wenn jetzt meine Schwester, eine ausgebildete Schneiderin, einen Blick in die Tasche werfen würde oder mir vielleicht sogar beim Wurschteln (arbeiten würde ich das nicht nennen!) zugesehen hätte, hätte sie sicher die Hände vors Gesicht geschlagen ... aber ich lasse niemanden zuschauen, wenn ich nähe ... schon gar nicht jemanden, der es wirklich kann ;-) und, wie gesagt, ich bin zufrieden.

    Alos gut ... hier ist nun das Ergebnis :-)







    Modell
    Welcome Winter Set
    eigener Entwurf

    Material
    Tirol Wolle von Wagner
    NS 3 mm für den Zopfteil
    NS 4 mm für den glatt rechten Teil

    ein Geschenk

    Und zusammen mit diesem Geschenk wird auch gleich mein Patenkind mit Fäustlingen für den Winter versorgt. Gewünscht waren Handschuhe in den Farben Blau, Lila und Schwarz und so wird dann auch geliefert.


    Brigitte 24.10.2011, 10.02 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL